Kein Segeltörn ohne Pannenstreß! Im letzten Jahr war es der Wasserpumpen-Keilriemen, der uns vor Drejo in Fetzen davonflog, und diesmal.... Aber von Anfang an: Von Köge sind wir am 1.8. bei leichtem Wind und glattem Wasser losgesegelt, Rödvig war das Ziel. Etwa 7 Meilen davor nahmen wir den Motor, um den Rest gegen den Wind nicht kreuzen zu müssen. Motor lief prima, aber nach einer halben Stunde plötzlich Drehzahlschwankungen, offensichtlich durch Wellengang ausgelöst. Auf stärkeres Gas reagierte er zunächst, doch dann wurde er immer langsamer und blieb stehen, aus, vorbei. Also wieder Segel hoch, Anke kreuzt vor Stevens Klint, ich ´runter, ob ich etwas im Motorraum sehen kann, war aber nichts. Versuch: Motor nochmal starten, er springt wieder an, läuft etwas stockend,dann stirbt er wieder ab. Zu wenig Sprit?- Nee, kann eigentlich nicht sein, trotzdem Kanister nachgefüllt ,Tank lief über, war also hackevoll!.Also weiterkreuzen bis Rödvig?- Das hätte noch sehr lange gedauert. Ein Schiff mit deutscher Flagge fuhr in der Nähe unter Motor auf gleichem Kurs. In Rufweite bat ich um Schlepphilfe, er (eine "Hanse" aus Kappeln) drehte sofort bei, wir warfen eine Leine ´rüber, perfektes Manöver, und man schleppte uns in den Fischereihafen von Rödvig, puhh, Glück gehabt. Sonntag abend geht nichts mehr, aber es gibt hier eine Motorenwerkstatt. Heute also um 7.00 aufgestanden, einem sehr netten Monteur das Problem geschildert. Der nickt wissend und stellt die ("Fern-")Diagnose "Dieselpest". Einfach erklärt: Dem Diesel wird 10% Biodiesel beigemischt, der flockt (durch Bakterien) aus, es bilden sich silikonartige Klumpen, die den Kraftstoff-Filter verstopfen, der Motor bekommt keinen Treibstoff mehr. Am Ende stellte sich heraus, der Filter war sauber, aber die Kraftstoffleitung war total verstopft, Tank geöffnet, schlimm sah das aus. Das Risiko, dass so ein Maschinenausfall nochmal passiert, war uns zu groß, auf Anraten des Monteurs lassen wir den gesamten Tankinhalt (ca. 100 Liter Diesel) abpumpen und den Tank reinigen. Der Diesel ist unbrauchbar, selbst Filtern hätte nichts gebracht (wegen der Bakterien), also Entsorgung (zu deutsch: Geldvernichtung)! Mit Kosten für die Reparatur von 1.500 Dkr und dem Neukauf es Kraftstoffs sind wir einigermaßen gut weggekommen, aber wir waren mental ganz schön angeschlagen, so ein "Erlebnis" muß erstmal verarbeitet werden. Dabei haben wir in allem noch richtig Schwein gehabt: Keine Havarie in schwerer See, promte Schlepphilfe durch nette Menschen und kompetente Hilfe durch eine professionelle Werkstatt, die mit dieser Problematik "Dieselpest" 3 bis 5 mal pro Woche konfrontiert wird.
Aber die Frage bleibt: Wieso gibt es seit 2 Jahren eine gesetzliche Bestimmung, dass dem Diesel dieser Scheiß-Biodiesel beigemischt werden muß, der solche Probleme verursacht?- Ob Frau Merkel wohl die Rechnung bezahlt?- Ob die FDP diesmal von der Biodiesel-Mafia gesponsert wurde?- Sind mal wieder die Grünen schuld?- Oder sitzt Herr Lafontaine im Aufsichtsrat eines Ex-DDR-Biodiesel-Kombinats?- Werden wir das je erfahren?- Die Welt ist wirklich schlecht, und das sogar im Urlaub!!!
O haua ha ,liebe Seesterne , ich hab' schon geahnt,daß da irgend etwas ungewöhnliches passiert ist ,weil Adonis sich nicht meldete.Na,es hätte wirklich noch schlimmer werden können . Ihr habt ja noch ein schönes Stück zu segeln bis zum 16ten .Hier war Großbetieb von Freitag bis heute. Nun ist noch Verena mit Freund hier , die heute abend mit mir scrabbeln wollen . Alle 10 Claußen-Enkel waren hier , 5 mit Partnern. Clara war auch dabei ,hat hier oben geschlafen 2 Nächte.Morgen ist es nebenan wieder leer . Nun wünsch ich euch eine "pechlose" Rücktour ! Eure Irmela
AntwortenLöschenHi ihr beiden Seesterne, "bad luck" kann man da nur sagen!
AntwortenLöschenAber ihr hattet ja Glück: eine/einer dieser "vermaledeiten" Politprofis hat euch sicher die Schlepphilfe geschickt. Achtung: müsst ihr wahrscheinlich nachträglich versteuern!
Haben heute Irmela bei Aldi getroffen, sie ist toll in Form!
Weiter "Mast- und Schotbruch" und "good luck" auf eurem Törn.
Liebe Grüße aus Idstedt
Martina und Peter