Mittwoch, 11. August 2010

Grillen in Missunde 11.8.

Das gehört zum  Törnende dazu, wie der Friesenkuchen zum Anfang: Leckerer Kartoffelsalat und Grillfleisch satt, Weinreste vernichten, Erzählen, Schnacken und Blödeln und das Erlebte nochmal reflektieren: Das ist eine nette Tradition bei Irmela in Missunde. Und sogar das Wetter spielt mit!  Jaja, wenn Engel reisen....
All unseren lieben Törnbegleitern noch einmal herzlichen Dank für´s Mitmachen, vielleicht bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt: "Adonis On Tour" 

Urlaubsmüll in Arnis 11.8.

Was schleppt man blos alles in so einem Schiff auf der See herum?!- Das sieht man erst, wenn man im Heimathafen den ganzen Mist wieder auspacken muß! Wir sind zurück in Arnis, Schiff leergepackt und "Adonis", unser schönes Zuhause für fast 4 Wochen wunderbaren Urlaubs im Hafen zurückgelassen. Schon am Wochennde kommen wir wieder, und wieder geht es los: Segeln, Hafenleben, vielleicht treffen wir ja Tina und Günter und die Glissandristen im Wormshöfter Noor, man weiß ja nie!!  Dass nur keiner denkt, die Saison sein schon zuende!!

Von Ärö zurück in die Schlei 10.8.

Südostwind Stärke 4! Wir starten in Ärosköbing um 10.15, um "Adonis" in heimatliche Gewässer zu segeln, nicht wie sonst über die NW-Spitze von Ärö, sondern südlich an Marstal vorbei, weil die Windrichtung besser passt. Das bedeutet zwar zunächst einmal fast 2 Stunden mit dem Motor gegen den Wind, aber ab Marstal laufen wir dann mit halbem Wind und 7 Knoten Fahrt unter Segeln in 3 Stunden nach Schleimünde, von dort noch ca. eine halbe Stunde weiter nach Maasholm. Im Schleieck schön Dorsch gegessen (köstlich!!) und anschließend an Bord noch eine Flasche Sekt geköpft, die Schlei hat uns wieder, und die restlichen paar Tage unseres Urlaubes werden wir hier verbringen, wenn das Wetter uns lässt. Unsere Urlaubskasse wird von den dänischen Kronen befreit, der Euro zieht wieder ein, auch ein Zeichen dafür, dass wir schon fast wieder zuhause sind. Macht nix, war schöön !!







Aerosköbing 9.8.

Dies ist unser letzter dänischer Hafen auf unserem Sommertörn 2010, immer wieder fahren wir gerne hierher.Von Troense braucht man ca. 3 Stunden, und wenn man rechtzeitig ankommt, gibt es eine Chance auf einen guten Liegeplatz, nach 13 Uhr ist der Hafen meistens voll. Wir haben Glück, bummeln durch den wunderschönen Ort mit den urigen dänischen Häuschen und originellen Läden, wer Freude an Krimskrams hat, der ist hier richtig,

Abends dann noch ein Gang zum Badestrand mit den kleinen Strandhütten,die auf Ärö so typisch sind. Ein herrlicher Sonnenuntergang rundet den schönen Spätsommertag ab, wir nehmen schon mal Abschied von der dänischen Inselwelt, und Anke badet vorerst zum letzten Mal ihre Füße in der noch wunderbar warmen Ostsee.

Sonntag, 8. August 2010

Confidence zum Frühstück 8.8.

Schietwetter in Troense, so richtig Lust auf Weitersegeln haben wir nicht. Gerade haben wir die Kuchenbude wieder aufgebaut, da schleicht sich eine Bavaria von hinten an: Die "Confidence" mit Tina und Günter! Die hatten in der Bucht von Thuroe Bund gegenüber geankert und waren jetzt auf dem Weg nach Fjellebroen. Wir sind heute segelfaul und rutschen ´rüber nach Svendborg, bei dem Wetter ist so ein Stadthafen mit denkbar guter Versorgung genau das Richtige.

Regen bis in den Nachmittag, macht nix! Svendborg haben wir gestrichen, stattdessen Faulenzertag an Bord in Troense, Christoph zum Brugsen gerollert, Proviant eingekauft, nach dem Kaffee sind wir dann doch nochmal losmarschiert, Waldemars Schloß einen Besuch abgestattet. Dort wird z.Zt. Mozart Open Air aufgeführt, Don Juan grölt da herum, für uns Kulturbanausen ist das nix.
Mal sehen, wo wir morgen hinfahren, noch ist die angesagte Windrichtung nicht ganz klar, Entscheidung fällt also unterwegs, bei den vielen Häfen hier in der Gegend ist das ganz schön schwierig!!-

Samstag, 7. August 2010

Troense bloß keiner Confidence!! 7.8.

Von Omö sind wir heute um 10.15 losgefahren, bis Langeland (Lohals) konnte man noch prima segeln, dann haben wir den Diesel angeworfen, denn wir wollten ja nach Troense: Die "Confidence" hatte sich wohl schon verpieselt, war jedenfalls nicht (mehr) da, auch über Funk nicht mehr erreichbar. Naja, feiern wir eben alleine die Anunft in der dänischen Südsee....
Der alte Hafenmeister von Troense kommt jeden Abend nochmal in Uniform vorbei, holt die dänische Flagge im Hafen ein, legt sie fein säuberlich zusammen und fährt anschließend mit seinem Oldtimer Karmann-Ghia nach Hause. Morgens bringt er dann die bestellten Brötchen ins Clubhaus, ein toller Service an einem idyllischen Plätzchen im Svendborg-Sund.

Freitag, 6. August 2010

Scholle aus der Fischbuttik 6.8.


Ja, auf Omö kann man fangfrischen Fisch kaufen! 2 herrliche Schollen aus der Fisch-Buttik (von "Butt") haben wir für 20 Dkr gekauft, Anke hat sie lecker zubereitet (mit Speck und Kartoffelsalat ), das war ein toller Schmaus!- Sagt die eine Schölle zur anderen in der Pfanne:"Was ist den mit Dir paniert?" Antwort: "Die haben uns gerade vermehlt"!- "Jaja", sagt die erste Scholle,"die machen alles kabutt!!"

Ein schöner Tag, nachdem es morgens noch geregnet hatte. Ein paar kleine Pflichten (Motto: Die Plicht ruft!), wieder gebadet, Einkaufen mit den Rollern, nachmittags überraschend Funkkontakt mit Tina und Günter von der "Confidence". Vielleicht treffen wir uns morgen in Troense im Svendborg-Sund.



Donnerstag, 5. August 2010

Omö-Opa T. 5.8.


Prima! Heute sind wir bei leichtem SO-Wind von Kaerrebeksminde nach Omö gesegelt und waren überrascht, dass der Hafen ziemlich leer war. Wir kennen Omö nur als Sardinenbüchse für Schiffe, wo man abends trockenen Fußes über das Hafenbecken laufen kann. Wir haben eingekauft, dann mal wieder in der Ostsee gebadet (20°), und morgen werden wir hierbleiben und einen Hafentag verbummeln. Außerdem haben wir etwas endeckt, was außer uns wohl keiner weiß:


Hier soll es ein Medizinmuseum geben! Vor vielen Jahren verschlug es einen chinesischen Medizinmann auf die kleine dänische Ostseeinsel Omö. Er wirkte hier wunder was, und bald nannte man ihn nur noch Omö-Opa T., er wollte seinen vollen Namen nicht preisgeben. Irgendein Heilpraktiker hat dann seine Erfindungen mit ein Hauch von H versehen, seitdem ist Omö weltbekannt als Ursprungsland der (H)omöopathie. Im Inseldorf hat man zu seinen Ehren die als Bild beigefügte Holzstatue aufgestellt, die die Insulaner mit einer Einbaum-Maschine geschnitzt haben, auch eine Erfindung aus Skandinavien (ich glaube, von den Wikingern)! Was man so alles an Bildung von so einem Segeltörn mit nach Hause nimmt, unglaublich!!!-

Mittwoch, 4. August 2010

Kaerrebeksminde 4.8.

Heute gibt´s  mal keine Bilder,wir waren "ff" (fotografierfaul). Von Kalvehave sind wir heute durch den Gulvsund vorbei an Vordingborg nach Kaerrebeksminde gesegelt, für uns ein neuer Hafen an der Südküste von Seeland, ca. 16 sm von der Insel Omö entfernt. Dahin werden wir wohl morgen segeln und vielleicht einen weiteren Tag dranhängen. Wir haben noch eine gute Woche Zeit, und sind schon fast wieder in heimatlichen Gewässern, da kann man ruhig mal einen Tag verbummeln.
Hier in Kaerrebeksminde ging heute abend eine gewaltige Gewitterbö nieder, Sturm und heftiger Regen, der Himmelwurde nachtschwarz und sah furchterregend aus, das Spektakel dauerte 40 Minuten, dann war wieder Ruhe. Überhaupt haben wir ziemlich viel Glück mit dem Wetter, wenn man  die Wetterlage in Schleswig-Holstein zum Vergleich heranzieht, von dem Blödsinn, den die Metereologen so  verzapfen einmal abgesehen. Aber deutlich zu merken: Die Tage werden kürzer, es wir früher dunkel, und wir freuen uns über die Abende, an denen wir trotzdem fast bis Mitternacht draussen sitzen können. Auch die Wassertemperaturen laden noch jeden Tag zu Baden ein, noch wurden keine Eisberge gesichtet. Haltet uns die Bloggertreue und drückt weiterhin die Daumen für einen schönen Rest des Sommers. Seid herzlichst gegrüßt von den Seesternen Anke & Christoph 

Dienstag, 3. August 2010

Von Rödvig nach Kalvehave 3.8

Anke übt für Ihren ersten Einhand-Törn und segelt das Schiff von Rödvig - unserem Reparaturhafen - durch den Bögeström nach Kalvehave. Motor läuft wieder rund und schön, es segelt sich bei leichtem SW-Wind herrlich durch das verwinkelte, sehr flache Fahrwasser, und wir beobachten, wie entgegenkommende Segler rote Fahrwassertonnen umnieten. Erst kurz vor Kalvehave schläft der Wind ein, macht nix, wir genießen das schöne Wetter mit Kaffeetrinken, Spazierengehen und den hier kostenlosen Duschen. Der Streß mit dem Motor ist vergessen, der schöne Urlaub geht weiter, weiter so!- Zwischendurch schon mal ein erneutes Dankeschön für Eure netten Kommentare!


Montag, 2. August 2010

Au Panne 2.8.

Kein Segeltörn ohne Pannenstreß! Im letzten Jahr war es der Wasserpumpen-Keilriemen, der uns vor Drejo in Fetzen davonflog, und diesmal.... Aber von Anfang an: Von Köge sind wir am 1.8. bei leichtem Wind und glattem Wasser losgesegelt, Rödvig war das Ziel. Etwa 7 Meilen davor nahmen wir den Motor, um den Rest gegen den Wind nicht kreuzen zu müssen. Motor lief prima, aber nach einer halben Stunde plötzlich Drehzahlschwankungen, offensichtlich durch Wellengang ausgelöst. Auf stärkeres Gas reagierte er zunächst, doch dann wurde er immer langsamer und blieb stehen, aus, vorbei. Also wieder Segel hoch, Anke kreuzt vor Stevens Klint, ich ´runter, ob ich etwas im Motorraum sehen kann, war aber nichts. Versuch: Motor nochmal starten, er springt wieder an, läuft etwas stockend,dann stirbt er wieder ab. Zu wenig Sprit?- Nee, kann eigentlich nicht sein, trotzdem Kanister nachgefüllt ,Tank lief über, war also hackevoll!.Also weiterkreuzen bis Rödvig?- Das hätte noch sehr lange gedauert. Ein Schiff mit deutscher Flagge fuhr in der Nähe unter Motor auf gleichem Kurs. In Rufweite bat ich um Schlepphilfe, er (eine "Hanse" aus Kappeln) drehte sofort bei, wir warfen eine Leine ´rüber, perfektes Manöver, und man schleppte uns in den Fischereihafen von Rödvig, puhh, Glück gehabt. Sonntag abend geht nichts mehr, aber es gibt hier eine Motorenwerkstatt. Heute also um 7.00 aufgestanden, einem sehr netten Monteur das Problem geschildert. Der nickt wissend und stellt die ("Fern-")Diagnose "Dieselpest". Einfach erklärt: Dem Diesel wird 10% Biodiesel beigemischt, der flockt (durch Bakterien) aus, es bilden sich silikonartige Klumpen, die den Kraftstoff-Filter verstopfen, der Motor bekommt keinen Treibstoff mehr. Am Ende stellte sich heraus, der Filter war sauber, aber die Kraftstoffleitung war total verstopft, Tank geöffnet, schlimm sah das aus. Das Risiko, dass so ein Maschinenausfall nochmal passiert, war uns zu groß, auf Anraten des Monteurs lassen wir den gesamten Tankinhalt (ca. 100 Liter Diesel) abpumpen und den Tank reinigen. Der Diesel ist unbrauchbar, selbst Filtern hätte nichts gebracht (wegen der Bakterien), also Entsorgung (zu deutsch: Geldvernichtung)! Mit Kosten für die Reparatur von 1.500 Dkr und dem Neukauf es Kraftstoffs sind wir einigermaßen gut weggekommen, aber wir waren mental ganz schön angeschlagen, so ein "Erlebnis" muß erstmal verarbeitet werden. Dabei haben wir in allem noch richtig Schwein gehabt: Keine Havarie in schwerer See, promte Schlepphilfe durch nette Menschen und kompetente Hilfe durch eine professionelle Werkstatt, die mit dieser Problematik "Dieselpest" 3 bis 5 mal pro Woche konfrontiert wird.


Aber die Frage bleibt: Wieso gibt es seit 2 Jahren eine gesetzliche Bestimmung, dass dem Diesel dieser Scheiß-Biodiesel beigemischt werden muß, der solche Probleme verursacht?- Ob Frau Merkel wohl die Rechnung bezahlt?- Ob die FDP diesmal von der Biodiesel-Mafia gesponsert wurde?- Sind mal wieder die Grünen schuld?- Oder sitzt Herr Lafontaine im Aufsichtsrat eines Ex-DDR-Biodiesel-Kombinats?- Werden wir das je erfahren?- Die Welt ist wirklich schlecht, und das sogar im Urlaub!!!

Wind-Astrologie oder Wetterlotto? 31.7.

Also, ´mal wieder die Vorhersage!!- Morgens in Dragör hieß es: Südwestwind 4-5, abnehmend 3, damit konnte man ohne Streß Richtung Rödvig (Ostseite v. Seeland nahe dem Eingang zum Bögeström) lossegeln. Los ging es, sicherheitshalber noch die kleine Kreuzfock angeschlagen, ein Reff im Großsegel gelassen, ´raus aus dem Hafen und erst ´mal Richtung Malmö gekreuzt, Wind: Süd 5. Segelte sich prima, hohe Wellen zwar, aber alles okay. Wind blieb die nächsten Stunden auf Süd, nahm aber am südlichen Ende der Köge-Bucht auf 6 Bft. zu. Die Wellen wurden immer steiler und eckiger, die Aussicht, weitere 3-4 Stunden dagegen anzubrettern, war nicht so prickelnd. Deshalb sind wir einfach abgedreht und um 14.30 in Köge eingelaufen, schöner Hafen, viele freie Plätze, erstmal schön Kaffee getrunken, dann ein erholsames Nachmitttagsschläfchen, dann war die Welt wieder in Ordnung.


Wir grüßen alle ach so kompetenten Metereologen und verneigen uns vor deren hochentwickelter Fähigkeit, hinterher zu erklären, warum das Vorhergesagte nicht eingetrofen ist. Den nächsten Wetterbericht werden wir durch Handauflegen, Kaffeesatzumrühren und Würfeln selbst herstellen, jawoll!!

Köge 31.7.

Erst hat Anke die rote Tonne auf Grund gesetzt, was eigentlich grundgesetzwidrig ist, nachdem wir uns dann jedoch ein leckeres Verfassungs-Gericht zubereitet hatten, mußte sie noch eine Verdauungsbesteigung hinlegen, aber ihre Bewerbung als Nebelhorn in der Köge-Bucht wurde dann doch mit Zweidrittelmehrheit abgelehnt. Schade, nicht wahr?-